Geschichte | Jazzaar Festival

Bereits sehr früh erkannte Fritz Renold, dass das Leben eines Musikers, nebst musikalischen Talent, sehr viel mit Eigeninitiative und globalem Netzwerk zu tun hat. Renold war der erste schweizer Jazzmusiker, welcher bei SONY-BMG New York unter Vertrag genommen wurde und war nach seinem, mit Summa Cum Laude, abgeschlossenen Studium am Berklee College of Music als erster schweizer und jüngster Lehrbeauftragter in die Fakultät der Universität gewählt worden. In Boston arbeitete er mit Musikern wie Jerry Bergonzi, Alan Dawson, Adam Nussbaum, Miroslav Vitous, Danilo Perez, Herb Pomeroy, Roy Hargrove, Christian Jacob, George Russel und vielen mehr.

Zurück in der Schweiz initierte er zusammen mit seiner Frau Helen Savari (Sängerin, EMI – Malaysia, Berklee Alumnus) das Projekt, wo Jugendliche aus dem Aargau die Gelegenheit erhielten mit Jazzkoriphäen aus aller Welt, vor allem aber der USA, zusammen zu arbeiten. Dabei kombinierten sie Tourneen mit den “Bostonian Friends” welche zwischenzeitlich zu Friends aus New York, Los Angeles und anderen Städten ausgeweitet wurden und der pädagogischen Schiene der Lehraufträge an der Swiss Jazz School Bern, den Kantonsschulen Aarau und der staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart.

Diese Begegnung der Zusammenarbeit ist das Kernstück von jazzaar. Mentoren wie Randy Brecker, Benny Golson, Gary Burton, Miroslav Vitous und vielen mehr aus der aktuellen internationalen Szene arbeiten eine Woche gemeinsam mit den Jugendlichen an einem neu arrangierten Programm und treten anschliessend zusammen auf.

Durch die Freunde aus Boston lernten die Renolds 1990 den Schweizer Franco Ambrosetti kennen und initierten zusammen mit ihm das Swiss Youth Jazz Orchestra. 1997 wurde die Trägerschaft jazzaar gegründet, welche sich fortan für eine Finanzierung des Projektes einsetzte, um die Renolds von Administrativem zu entlasten. Der Verein entwickelte ein Festival für Jugendförderung in Aarau unter dem Namen jazzaar concerts. Das Jazzorchester wurde aufgrund der mehrheitlich regionalen Sponsoren auf die Stufe Aargau zurückreduziert. Aus einem Orchester (Aargau Jugendorchester) wurden bald zwei und heute drei Jugendprojekte, welche jazzaar pro Jahr produziert.

Gegenwart

Ab 2011 erlaubt der Kanton Aargau durch seine Finanzierung die Erweiterung der Teilnehmer auf die gesammte Schweiz und so wird NEU ab 2011 ein Swiss Youth Jazz Orchestra, ein Swiss Youth World Ensemble und ein Swiss Youth Pops Orchestra in die bereits bestehenden Gefässe ergänzt. Dies erlaubt mit wenigen Ausnahmen, allen musikalischen Instrumentalgruppen den Zugang zur afroamerikanischen Musik und somit der Möglichkeit sich in der tonalen Form der Improvisation weiter zu entwickeln.

Die neu gegründeten Ensembles werden jetzt betreut von Fritz und Helen Savari-Renold und George Robert, dem Direktor der Hochschule für Musik in Lausanne.

 
 

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